Die Louis-XIV-Epoche
17. Jahrhundert (1643 – 1715)
Der Prunk und die Autorität des „Sonnenkönigs” durchdringen diesen majestätischen, strengen Stil, der sich auf die römische Größe bezieht.
Dieser Stil ist an seinem Gleichgewicht, seiner Vorliebe für Symmetrie und bisweilen an einer gewissen Schwere durch übermäßigen Luxus und Dekor zu erkennen. Der Maler Le Brun, mit der Ausstattung von Versailles betraut, gab auch den Holzhandwerkern seine Regeln vor.
Rasch in ganz Europa nachgeahmt, setzte er sich in unseren Regionen dennoch kaum durch, die sich damit begnügten, einige seiner charakteristischen Elemente zu übernehmen.
Besondere Merkmale
Die Epoche
Materialien — Nussbaum, Kastanie, Eiche. Bei uns zusätzlich: Kirschbaum und Nadelhölzer. Vergoldete Hölzer, Furniere aus Metall, Holz, Elfenbein, Schildpatt, Marmor und Bronze.
Neue Möbel — Die Kommode, die Konsole, der Klauenfußsessel, der achtbeinige Schreibtisch (genannt Mazarin), der Spieltisch, das Unterschrankmöbel (Kredenz), der Faltstuhl.
Berühmte Meister — André-Charles Boulle, Pierre Gole, Jean Macé, Laurent Stabre.
Besondere Merkmale — Reichtum des Dekors: Gold, Zinn, Kupfer, Silber, Edelhölzer. Marketerie, Schnitzereien, Bronzen, der „Gendarmenhut”, X-förmige Stegverbindungen.
Berühmte Persönlichkeiten der Epoche — Boileau, Colbert, Corneille, Couperin, Descartes, La Fontaine, Le Brun, Lully, Molière, Racine.
Sitzmöbel und Kommoden




Marketerie und Dekor






Füße und Profilleisten









Beschläge

