Die Renaissance

Die Renaissance

16. Jahrhundert (1515 – 1589)

Als Folge der Barbareneinfälle hatte das Mittelalter unter Armut und Krankheiten gelitten. Es ist ein Zeitalter des Umbruchs, in dem die Zivilisation von religiös zu weltlich wird. Die Fürsten festigen ihre Macht, die Städte werden reich; man liebt Feste, Luxus und die Künste.

Ein Neuheidentum vermischt die Götter der Mythologie mit den noch lebendigen Figuren der christlichen Ära. Aus Italien eingeführt, wo er ein Jahrhundert früher begonnen hatte, ist dieser Stil von der griechisch-römischen Architektur und einer sehr reichen Dekoration geprägt. Der barocke Einfluss zeigt sich in gesprengten Giebeln, gedrechselten Kreiseln und anderen Anhängseln ohne konstruktiven Wert.

Besondere Merkmale

Renaissance-Figur

Die Epoche

Materialien — Eiche, dann Nussbaum, Elfenbein, Bein, helle Hölzer für Einlegearbeiten. Bei uns zusätzlich: Nadelhölzer wie Tanne, Lärche, Kiefer und Arve.

Neue Möbel — Das zweiteilige Büfett, der mehrteilige Kabinettschrank, der Auszugstisch, der Schrank, der Schemel, der Stuhl, das Waschbüfett, der Schwatzstuhl (Caqueteuse), das Säulenbett und die Kredenz — so heißt die Anrichte unter Henri II.

Berühmte Meister — Jacques Androuet, Hugues Sambin.

Besondere Merkmale — Fülle an Schnitzereien, griechisch-römische Architektur, Betonung der horizontalen Linien.

Berühmte Persönlichkeiten der Epoche — Gaspard de Coligny, Philippe Delorme, Diane de Poitiers, François I., Clément Marot, Montaigne, Bernard Palissy, Rabelais, Ronsard.

Säulen, Karyatiden und Giebel

Tische und Sitzmöbel

Dekor und Zubehör