Die Directoire-Epoche
Spätes 18. Jahrhundert (1793 – 1804)
Mit der Revolution ging Frankreich vom Höhepunkt des Terrors zu einer gewissen Beruhigung unter dem Directoire über. Das Bürgertum erstarkte, die Nachfrage nach Möbeln war hoch: Die Qualität sank, zumal sie nicht mehr kontrolliert wurde.
Der Stil ist noch von der Tradition der Leichtigkeit und Eleganz des vorangegangenen durchdrungen. Die in Herculaneum entdeckten Fresken brachten die Formen der römischen Zeit wieder zu Ehren. Aus Ägypten brachte man mythologische Motive mit. Die Marketerie wird aufgegeben und oft durch Einlegearbeiten ersetzt.
Bei uns wird das Möbel volkstümlicher; um es leicht herzustellen, klärten die Schreiner die Linien noch weiter und verliehen diesem Stil eine klassische, durchaus vornehme Erscheinung.
Besondere Merkmale
Die Epoche
Materialien — Mahagoni, gebeizte oder bemalte Buche, Nussbaum und Obsthölzer (Provinz), Bronzen, Zinneinlagen, Marmor, Porzellan.
Neue Möbel — Das Ruhebett, Gueridons und dreibeinige Tische, die Méridienne, der Gondelstuhl und -sessel.
Berühmte Meister — Die Familie Jacob, Biennais, Vaugrois, Benneman und andere Handwerker, die bereits unter Louis XVI. tätig waren.
Besondere Merkmale — Reduzierte Linien und reduziertes Dekor.
Berühmte Persönlichkeiten der Epoche — Barras, Condorcet, Daunou, David, Lamarck, Mme Tallien.
Sitzmöbel






Kommoden und Schränke


Antikes Dekor












