Die Régence-Epoche
18. Jahrhundert (1715 – 1723)
Der Prunk und die Autorität Ludwigs XIV. schwanden gegen Ende seines Lebens. Nach seinem Tod lockerten sich die Sitten. Man interessierte sich mehr für das schöne Leben als für die Größe Frankreichs.
Ab dem Tod Le Bruns (1690) wurden die Linien weicher; das Möbel wurde elegant, leicht und sinnlich. Die Bronzen, anfangs als schützendes Dekor verwendet (Füße, Eckbeschläge), gewannen zunehmend an Bedeutung und leiteten den Geschmack für die Rocaille ein.
Besondere Merkmale
Die Epoche
Materialien — Warmtönige Hölzer: Obsthölzer, Nussbaum, Buche, Pappel, gebeizte Tanne. Wenig vergoldete Hölzer, Marketerie aus exotischen Hölzern (Rosenholz), Marmor, Rohrgeflecht.
Neue Möbel — Der flache Schreibtisch (vier Beine), die Standuhr (Morbier). Gegen Ende: der dreiteilige Scriban, der Schrägklappensekretär, die Sekretär-Kommode.
Berühmte Meister — André-Charles Boulle, Charles Cressent, Mondron, Joubert, Gaudreaux.
Besondere Merkmale — Symmetrisches Dekor (Jakobsmuschel), Rehfüße, armbrust- und kielbogenförmige Ausschnitte, Schwünge in der Aufrissansicht.
Berühmte Persönlichkeiten der Epoche — Montesquieu, Oudry, Rameau, Rigaud.
Sitzmöbel und Kommoden





Dekor und Bronzen




